Gallerie C

Hundstein [2157 m.ü.M.] [Ein wenig besuchter Gipfel]

Angedacht war, im Sommer 2010 den Hundstein durch das Couloir [Widderalpsattel]
zu besteigen - Abstieg über die Hundsteinhütte zur Bollenwees - dann weiter
durch die Stifelwand hoch zur Bogartenlücke über Hüttentobel nach
Wasserauen. Wetterabhängig - schauen wir mal.

Dieser Berg hat alles, was sich ein Bergsteiger nur vorstellen kann - Klettereinlagen,
schrofes, ausgesetztes und exponiertes Gelände - phantastische Aussicht auf die
umliegenden Berggipfel und einen fast senkrechten Tiefblick von ca. 700 m
auf den Fälensee und Bollenwees. [Schwierigkeitsgrad: T5/I-II UIAA-Skala]

Leider musste ich den Aufstieg auf den Hundstein wegen Unwetter absagen!

Links:  Historischer Sodbrunnen | Trinkwasser

Trotz schlechter Wetterverhältnisse, bin ich nicht ganz untätig gewesen - hatte die
Zeit genutzt, einen 200 Jahre alten Sodbrunnen [Ø 130cm, 6m tief] zu rekonstruieren.
Von dem Sodbrunnen, der mit einer Betonplatte viele Jahre abgedeckt war,
hat sich nur der "trocken gemauerte" [ohne Mörtel] Brunnenschacht erhalten.

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Betonplatte über Sodbrunnen entfernt [HILTI] - Sodbrunnen abgepumpt und entschlammt
Estrich [Aushub] mit Bewehrungsstahl gegossen für den aufgemauerten Brunnenkranz
Drainage Brunnenschacht für Nachbau einer historischen Schwengelpumpe aus Grauguss
Betonpfeiler mit Bewehrungsstahl gegossen - mit jeweils 3 M16-Gewindestahlstangen
18 Sack Beton/Mörtel, a. 40Kg/25Kg für Estrich, Betonpfeiler, Brunnenkranz und Pflaster
Flusssteine aus der Region [Bach/Fluss] für den Brunnenkranzaufbau und Pflasterung
Ständerwerk aus historischem Bauholz ["handgehackt"], Eiche/Kiefer, ca. 400 Jahre alt
Dachdeckung mit Biberschwanzziegeln [handstrich, patiniert], mehrere 100 Jahre alt
Gewicht Ständerwerk und Dach [Biberschwanzziegel, 313 Stk. inkl. Firstpf.], ca. 850kg
Und nun das Beste zum Schluss - was kostet der Spaß? 3.500,00 CHF für Material!

Lohnkosten sind keine angefallen [self made] - da ich "Helferlein" zur Verfügung hatte - zwei gesunde Hände und Maurerkelle für das manuelle Mischen von
Beton und Mörtel - Für die Zimmermannsarbeiten - Gestellsäge, Beitel und Holzklüpel, Zugmesser, Schlangenbohrer, Reißnadel, Streichmaß, Schmiege, Wasserwaage,
Sägeraspel, Gradmesser und selbstgefertigte Holznägel etc., lief der Aufbau ohne große Probleme ab - zum Schluss waren nur meine Hände ziemlich hinüber.

Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Betonplatte über Brunnenschacht]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Brunnenschacht abgedeckt und gesichert]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Brunnenschacht, trocken gemauert, Ø 130cm/6m tief]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Bewehrungsstahl eingebracht, Estrich und Betonpfeiler gegossen, Verschalungsbretter]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Pflaster- und Brunnenkranzaufbau]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Brunnenkranz gemauert und vermörtelt]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Brunnenkranz und Schwengelpumpe]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Brunnenschacht, Ø 130cm, Drainage für Ansaugschlauch Schwengelpumpe]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Brunnenkranz gemauert und vermörtelt]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Trocken gemauerter Brunnenschacht, Ø 130cm / 6m tief]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Ständerbalken, Eiche, 400 Jahre alt]

Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Ständerbalken, Eiche, 400 Jahre alt]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Pfette, Sparren, Rähm, Kopfband, Ständer- und Querbalken, Eiche/Kiefer, 400 Jahre alt]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Biberschwanzziegel - handstrich, patiniert - mehrere 100 Jahre alt]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Dachdeckung mit Biberschwanzziegeln, trocken verlegt [handstrich, patiniert], mehrere 100 Jahre alt]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Dachdeckung mit Biberschwanzziegeln, trocken verlegt [handstrich, patiniert], mehrere 100 Jahre alt]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Es ist vollbracht - überdachter Brunnen mit Biberschwanzziegeln gedeckt]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Es ist vollbracht - überdachter Brunnen mit Biberschwanzziegeln gedeckt]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Es ist vollbracht - überdachter Brunnen mit Biberschwanzziegeln gedeckt]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Ständerwerk, Eiche/Kiefer]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Ständerwerk, Eiche/Kiefer, mit Holznägel verzapft]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Ständerwerk, Eiche/Kiefer, mit Holznägel verzapft]
Rekonstruktion eines 200 Jahre alten Sodbrunnen [Ständerwerk, Eiche, M16-Gewindestahlstangen]


Es ist zu vermuten, dass aller Wahrscheinlichkeit nach, der Sodbrunnen älter ist als 200 Jahre - dazu müßte ein Archäologe vom Denkmalschutz in den Sodbrunnen
runtersteigen und sich bis auf die Sohle vorarbeiten. Auf der Sohle könnte sich ein Holzring bzw. eine runde Holzplatte befinden, die Rückschlüsse auf das Alter
des Sodbrunnen schließen lassen [C14 Methode] - auch Keramikscherben, wenn vorhanden, wären so zu datieren.